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Eidgenössisch anerkannte*r Psychotherapeut*in Anwendungsbereich Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen
Kombistudium

Die Weiterbildung in Psychotherapie mit kognitiv-behavioralem Schwerpunkt unter spezieller Berücksichtigung von Kindern und Jugendlichen im Kontext ihres Systems, vermittelt in den ersten vier Basismodulen die Grundlagen zur Diagnostik, zur therapeutischen Beziehungsgestaltung, zur Therapieplanung mit Ergänzungen aus der systemischen Therapie, der Schematherapie sowie Achtsamkeitsbasierten Methoden. Zudem erfolgt ein Überblick über die häufigsten psychischen Krankheitsbilder im Kinder- und Jugendbereich. 

In den Spezialmodulen werden praxisnah die Behandlung verschiedener

Störungsbilder im Kindes- und Jugendalter weiter vertieft. Berücksichtigt werden u.a: Emotionale Störungen, Depressionen, Zwangs- und Ticstörungen, Essstörungen, einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörungen, oppositionelle Störungen des Sozialverhaltens, Emotionsregulationsstörungen, Bindungsstörungen sowie komplexe Traumafolgestörungen und Posttraumatische Belastungsstörungen im Zusammenhang mit Vernachlässigung, Traumata und Missbrauch, Störungen aus dem Autistischen Spektrum, Somatoforme Störungen, Abhängigkeitserkrankungen,  Störungen sozialer Funktionen, Regulationsstörungen, Enuresis und Enkopresis, Schlafstörungen, Psychotische Störungen, akzentuierte Persönlichkeitsentwicklungen sowie Störungen im Zusammenhang mit Geschlechtsidentität.

Störungsübergreifend werden der Umgang mit autoaggressivem, selbstschädigendem Verhalten und Suizidalität vermittelt sowie Kinder im Kontext von Trennung/Scheidung/Mediation/Begutachtung thematisiert. Rechtliche Aspekte und Kindsschutzmassnahmen werden vermittelt. Ebenso neue Herausforderungen im Rahmen von Migration und Identitätsbildung.

Kombistudium

Ab Januar 2028 bietet die PSP den ersten Kombistudium-Lehrgang an zum/ zur eidgenössisch anerkannten Psychotherapeut*in, welcher Präsenzunterricht mit Zoom-Veranstaltungen kombiniert. 

Dieses Studienformat lässt sich für Studierende mit längerem Anreiseweg besser vereinbaren. Das Gemeinschaftsgefühl der Kohorten und der persönliche Austausch zwischen den Studierenden aber auch mit den Dozierenden und Weiterbildner*innen ist durch die Präsenzveranstaltungen weiterhin gegeben.

Im Kombistudium finden gewisse Veranstaltungen in Form von Präsenz-Unterricht und einige Veranstaltungen finden online statt. Es gibt keine Hybrid-Veranstaltungen und die Online-Veranstaltungen werden nicht aufgezeichnet.

Der Studienaufbau und Abschluss sind gleich wie bei den bisher angebotenen und gut etablierten Studiengängen der PSP.

Eckdaten Kombistudium K&J

Wichtige Informationen

Zielgruppe: Psycholog*innen mit Hochschulabschluss
Abschluss:
  • Eidgenössisch anerkannte*r Psychotherapeut*in
  • MAS-PSP in kognitiv-behavioraler Psychotherapie

Die Weiterbildung orientiert sich am Psychologieberufegesetz (PsyG) und ist vom Bundesamt für Gesundheit  (BAG) ordentlich akkreditiert.

Die Voraussetzung für eine selbstständige Tätigkeit als Psychotherapeut*in ist die Erlangung des Eidgenössischen Fachtitels.

Bei den PSP handelt es sich um eine durch das BAG akkreditierte Institution. Die im Rahmen der Weiterbildung erlangten Kreditpunkte können nur dann an eine Ausbildung einer HFKG akkreditierten Hochschule angerechnet werden, wenn eine entsprechende Regelung der betreffenden Hochschule vorliegt.

Befähigung:
  • Möglichkeit Erwerb FSP Fachtitel
  • Berufsausübungsbewilligung kantonal (Praxisbewilligung)
  • Möglichkeit zur Aufnahme auf die Liste von Zusatzversicherungen der Krankenkassen
Studiendauer: 4 Jahre berufsbegleitend, in der Regel zweimal monatlich freitags und samstags (ausser während den Schulferien von Basel-Stadt).
Studienelemente:
  • Workshops
  • Klinisches Training
  • Supervision
  • Selbsterfahrung
  • Zusatzworkshops, etwa zu anderen Therapieschulen und neusten Entwicklungen der Psychotherapieforschung
  • Klinische Praxis
  • Eigene therapeutische Tätigkeit und Fallberichte
Trägerschaft: Postgraduale Studiengänge in Psychotherapie PSP GmbH
Studienbeginn: Januar
Studienort:  Basel, Königsfelden und Liestal
Format: Kombistudium: gewisse Veranstaltungen finden auf Zoom und andere als Präsenzveranstaltung statt mit Studienorten Basel und Olten. Die genaue Aufteilung regelt der aktuell geltende Studienplan. Es gibt keine Hybrid-Veranstaltungen und die Onlineveranstaltungen werden nicht aufgezeichnet.
Online-Veranstaltungen: Die Online-Veranstaltungen finden auf Zoom statt. Für das technische Equipment ist jede*r Auszubildende*r selbst verantwortlich. Hierzu braucht es:
– Ein Gerät (Laptop, Computer, Tablett)
– Eine stabile Internetverbindung
– Eine Kamera und ein Mikrofon, allenfalls Kopfhörer
– ‎ Eine ruhige Umgebung
Kosten: CHF 3650.- / Semester für Studierende
Nähere Informationen zu zusätzlich anfallenden Kosten entnehmen Sie der Kostenübersicht
Voraussetzungen:

Universitätsabschluss in Psychologie oder Fachhochschulabschluss gem. PsyG im Hauptfach Psychologie. Inhaber*innen eines ausländischen Hochschulabschlusses in Psychologie müssen diesen beim Bundesamt für Gesundheit BAG als gleichwertig anerkennen lassen.

Nachweis über hinreichende Lehrveranstaltungen in Psychopathologie

Weitere Informationen zu den Zulassungsbedingungen entnahmen Sie der aktuellen Wegleitung zur eidgenössisch anerkannten Psychotherapieweiterbildung .

Anmeldung: Die Anmeldung zur Weiterbildung ist per E-Mail an bewerbungen@psp-basel.ch in einem PDF einzureichen. Die Bewerbungsunterlagen beinhalten einen Lebenslauf, Abschluss- und Arbeitszeugnisse sowie ein Motivationsschreiben.
Aufnahmeverfahren:   

Es folgt ein formales Vor-Ort-Aufnahmegespräch mit den Bewerber*innen, in welchem Themen wie persönliche und fachliche Voraussetzungen, Motivation, gegenseitige Erwartungen und organisatorische Belange geklärt werden. Das Gespräch wird von einer/m Ausbildner*in im Beisein einer/einem Vertreter*in der Geschäftsstelle geleitet. Über die definitive Zulassung zur Weiterbildung entscheidet eine von der Leitung delegierte Expert*innenkommission. Der Bescheid über die definitive Aufnahme wird schriftlich mitgeteilt. Im Falle einer Ablehnung geschieht dies ohne Angabe von Gründen.

Für das Aufnahmegespräch wird eine Gebühr über CHF 250.00 in Rechnung gestellt. Bei einer definitiven Aufnahme wird dieser Betrag von der ersten Semesterrechnung abgezogen.

Die Zahl der Studienplätze ist beschränkt. Neben den üblichen Aufnahmebedingungen wird die Reihenfolge der Anmeldungen berücksichtigt.

   

Studienelemente

In den Lehrveranstaltungen werden theoretische Kenntnisse (Grundlagen, Indikationsstellung, Therapieverläufe und Evaluation) sowie praktische Kenntnisse (Methodentraining und therapeutische Techniken) vermittelt. Dabei werden störungsspezifische und störungsübergreifende Lehrveranstaltungen angeboten. Die Workshops finden in der Regel zusammen mit Teilnehmenden der Weiterbildung für Mediziner*innen sowie weiteren interessierten Fachpersonen statt.

Im Kombistudium finden gewisse Workshops in Form von Präsenzunterricht und gewisse finden online via Zoom statt. Die genaue Aufteilung ist dem Studienplan und dem Veranstaltungskalender zu entnehmen. Es gibt keine Hybrid-Veranstaltungen und die Online-Veranstaltungen werden nicht aufgezeichnet.

Klinisches Training

Das Klinische Training vermittelt ergänzend zu den Workshops Fertigkeiten zur Durchführung psychotherapeutischer Behandlungen. Im Zentrum stehen die Einübung spezifischer therapeutischer Fertigkeiten und die Gestaltung der therapeutischen Beziehung bzw. des therapeutischen Prozesses.

Im Kombistudium finden die Klinischen Trainings in Form von Präsenzunterricht statt.

Supervision

Die Supervision unterstützt den Transfer gelernter Techniken in die eigene therapeutische Arbeit durch Entwickeln von adäquaten Behandlungsstrategien und optimalen Beziehungsgestaltungen. Sie dient der Reflexion über das eigene therapeutische Handeln und soll insbesondere die als schwierig erlebten Therapiesituationen zu Lernsituationen machen. Daraus gewonnene Erkenntnisse und Erfahrungen sollen unter spezieller Berücksichtigung eigener Anteile auf diese Weise nutzbar gemacht werden, um die bestmögliche auf die Klient*innen zugeschnittene Behandlung zu gewährleisten.

Im Kombistudium finden die durch die PSP organisierten Gruppensupervisionen teilweise in Form von Präsenzunterricht und teilweise online via Zoom statt. Die genaue Aufteilung ist dem Veranstaltungskalender zu entnehmen. Es gibt keine Hybrid-Gruppensupervisionen und die Online-Gruppensupervisionen werden nicht aufgezeichnet.

 Selbsterfahrung

Die Selbsterfahrung dient den Weiterbildungsteilnehmenden dazu, sich in ihrem Beziehungsverhalten besser kennen zu lernen. Sie widmet sich der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und soll den Weiterbildungsteilnehmenden die Möglichkeit bieten, eigene Themen zu bearbeiten. Des Weiteren bietet sie Möglichkeiten, den therapeutischen Prozess auch aus der Klient*innenperspektive zu erleben und somit das Verständnis für Klient*innen in der therapeutischen Situation zu fördern.

Im Kombistudium finden die durch die PSP organisierten Gruppenselbsterfahrungen in Form von Präsenzunterricht statt.

Eigene therapeutische Tätigkeit und Fallberichte

Die eigene therapeutische Tätigkeit beinhaltet psychotherapeutisches Arbeiten mit Patient*innen, wobei mindestens zehn Psychotherapien abgeschlossen sein müssen. Sie kann im Rahmen einer institutionellen Anstellung oder in privater Praxistätigkeit im Einzel- und Mehrpersonensetting erfolgen. Die Tätigkeit wird in der Einzel- und Gruppensupervision durch die Supervisor*innen in Anzahl Fälle und Anzahl besprochener Therapiestunden festgehalten und wird mit zehn Fallberichten, basierend auf den jeweiligen Semesterschwerpunkten des Klinischen Trainings, dokumentiert.

Klinische Praxis

Die Klinische Praxis umfasst die Tätigkeit als Psycholog*in nach Studienabschluss. Während der Klinischen Praxis sollen die Weiterbildungsteilnehmenden Gelegenheit haben klinische, diagnostische und psychotherapeutische Erfahrungen mit Patient*innen mit verschiedenen Krankheits- und Störungsbildern zu sammeln und mit verschiedenen Berufsgruppen im Gesundheits- und Sozialbereich zusammenzuarbeiten. Sie muss fachlich begleitet sein. Die Breite der gesammelten Erfahrungen in Diagnostik und Therapie wird im Logbuch dokumentiert. Die Definition der Klinischen Praxis orientiert sich an den Ausführungen des PsyG.